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Geschichte

Wenngleich die Historie der „VILLA RIVA“ nicht gerade bis ins Dunkel der Geschichte zurückreicht, so ist ihre Entstehung dennoch nicht ganz genau an einem Datum festzumachen – weiß man doch sicher nur, dass sie vor 1846 noch nicht, um 1882 jedoch bereits gebaut war. Die Gestaltung wird den Baumeistern Miller und Missoni zugeschrieben, die neben ihren noch bekannteren Architektenkollegen Fuchs und Baumgartner die Villenarchitektur am Wörthersee wesentlich beeinflusst haben.

Urkundlich belegt sind jedoch der Besitz durch den Freiherrn von ERHARDT aus dem Jahre 1884 und der Verkauf der Liegenschaft an Baron Max von BERNDT am 1. September 1900, der auch den Bau eines Bootshauses am Grundstück erbat. Der Ostteil (heute Seehaus Jamek und Villa Christa) wurde in den Jahren danach verkauft, die Teile westlich der Bahnübersetzung neu parzelliert und unterschiedlichen Verwendungen bis zum heutigen Tage zugeführt (Seehaus der Familie Arco-Pallavicini, Jagd- und Seehaus der Familie Husslein-Arco, Seerosenzucht in der Villa Seegarten). An der Nordseite des Grundstückes verläuft die Südbahnstrecke, die im Jahr 1857 ihren regulären Zugebetrieb von Wien nach Triest aufnahm. Bis in die 1950er Jahre gab es direkt hinter dem Haus eine kleine Bahnstation mit dem Namen „Leonstain“.

Im Jahre 1927 wird der Besitz von Karl-Maria Graf ARCO gekauft. In der 1930er Jahren ist die Familie des spanischen Königs Alfons XIII. einige Male auf Sommerfrische in Pörtschach und schlägt ihr Domizil sowohl in der „VILLA RIVA“ als auch in der Villa des Grafen Hoyos auf. Bedingt durch ein tragisches, familiäres Ereignis im Jahr 1934, den drohenden spanischen Bürgerkrieg und das Exil des Regenten im zweiten Weltkrieg kehrt die königliche Familie nie mehr nach Pörtschach zurück. Nach dem zweiten Weltkrieg findet auf dem Grundstück für kurze Zeit der britische Yacht-Club sein Zuhause. Nach dem Tod des Grafen ARCO im Jahre 1954 geht das Grundstück an seine Kinder Karl Heinrich Graf ARCO (seine Ehefrau Felicitas ist die Tochter des berühmten Kärntner Malers BOECKL) und Maria Christina VÖLKL über. In dieser Zeit wird die „VILLA RIVA“ sowohl als Privathaus als auch als Hotel-Pension betrieben bis das Grundstück im Jahre 1974 unter den Geschwistern geteilt wird. Seit dem Jahre 1976 ist der westliche Teil des Hauses im Besitz der Familie KISLER und wird von dieser als Hotel geführt.

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